09.09.2025 - 3 Einwohnerfragestunde

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Wortprotokoll

Frau Steiniger, als Vertreterin der Gewerbetreibenden der Steinstraße, stellt die Frage „Wird der Einzelhandel in Plau am See vergessen?“.

Die Steinstraße selbst ist ein Alleinstellungsmerkmal für Plau am See, sogar für das Land Mecklenburg-Vorpommern. Die Beschilderung dorthin mit der Bezeichnung „Zentrum“ ist allerdings fragwürdig. Einige Geschäfte werden demnächst altersbedingt schließen. Eine Bitte an die Stadt: Die Umwandlung/Umnutzung von Gewerberaum in Wohnraum genau zu prüfen. Wenn es in der Steinstraße immer weniger Geschäfte gibt, verliert diese an Attraktivität und lädt dann nicht mehr zum Bummeln ein. Bei allen Entscheidungen sollten auch die Interessen der Steinstraße berücksichtigt werden. Als aktuelles Bespiel nennt Frau Steiniger die Sperrung der Hubbrücke. Hier wieder eine Bitte an die Stadt um eine bessere Planung. Neben der Hubbrücke wurde die Quetziner Straße gleichzeitig gesperrt und die Umgehungsstraße auf Einspurigkeit mit Ampelregelung umgestellt.

Frau Böttcher berichtet von einem SOS-Treffen der Händler am 09.07.2025. Sie macht auf die klimatischen Bedingungen in der Steinstraße aufmerksam. Im Sommer erhitzt sich die Straße durch die geringe Bepflanzung und das Kopfsteinpflaster auf über 60 Grad. Dem sollte dringend entgegengewirkt werden. Diesem Umstand könnte man durch eine Bepflanzung mit Bäumen oder anderer Begrünung entgegenwirken. Parklets wären dafür geeignet. Diese würden außerdem noch zum Verweilen in der Steinstraße einladen. Sie würden neben den Urlaubern auch beeinträchtigten Menschen eine zusätzliche Sitzmöglichkeit bieten

Herr Kettler regt an, die kostenlose Parkzeit in der Steinstraße von 20 Minuten auf 40 Minuten zu erhöhen. Weiterhin sollten Fahrradständer, geeignet auch für E-Bikes, aufgestellt werden. Die Parklets könnten auch aus alten Paletten mit Sitzkissen gebaut werden.

Herr Hoffmeister bedankt sich für die Teilnahme der Gewerbetreibenden an der Sitzung. Es ist schön, dass die Stadtentwicklung als Gemeinschaft gesehen wird. Auf der letzten Stadtvertretersitzung wurde bereits die Erhöhung der kostenlosen Parkzeit von 20 auf 30 Minuten beschlossen. Es wurden auch bereits Blumenampeln für die Straßenbeleuchtung in der Steinstraße angeschafft. Durch die Parklets und durch die vorgeschlagene Bepflanzung soll auch nicht der ganze Parkraum abgeschafft werden. Durch die Umnutzung von Geschäftsflächen in Wohnraum ist die Identität der Steinstraße gefährdet. Die angesprochene Straßensperrung in der Quetziner Straße war ursprünglich nur für 1 bis 2 Wochen geplant. Leider wurde aus dem geplanten Zeitraum eine Sperrung von 3 bis 4 Wochen. Die Stadt will in Zukunft solche Situationen vermeiden.

Herr Weisbrich ruft die Gewerbetreibenden auf, sich rege an den Gestaltungsprozessen zu beteiligen und Vorschläge bis Oktober vorzubereiten und diese bitte nach Prioritäten einzuteilen, da die finanziellen Mittel begrenzt sind.

Herr Hoffmeister betont, dass die Gästeströme zur Orientierung der neuen Beschilderung dienen sollen.

Frau Steiniger fragt: „Wie geht es weiter? Welche Schritte müssen jetzt eingeleitet werden?“

Herr Hoffmeister antwortet, dass die heutige Sitzung dazu dient, das Bewusstsein für die Probleme der Steinstraße zu stärken. Die Akteure haben mit ihren Wortmeldungen einen wichtigen Beitrag geleistet. Jetzt wären Vorschläge für Standorte der Parklets konstruktiv bzw. wo welche Bäume gepflanzt werden könnten. Dementsprechend könnten diese Vorschläge in den Haushaltsentwurf für 2026 eingearbeitet werden. Ein wichtiges Bindeglied zwischen den Gewerbetreibenden und der Stadtverwaltung wird dabei unsere Wirtschaftsförderin Frau Thieme sein.

Frau Mach regt an, die Vorschläge mit dem Verkehrskonzept abzugleichen. 

Über die Wirtschaftsförderin Frau Thieme soll eine entsprechende Informationsvorlage mit den eingereichten Vorschlägen zur nächsten Sitzung erarbeitet werden.

Nach diesem Tagesordnungspunkt verlassen die Gäste die Sitzung.